CGMiner

CGMiner ist ein historischer, quelloffener Kommandozeilen-Miner für Bitcoin in C. Das Upstream-Repository beschreibt den letzten Stand als Multi-Pool-Miner für FPGA und ASIC, nennt Version 4.11.1 vom 16. August 2018 und ist seit der Archivierung durch den Eigentümer am 27. Mai 2020 schreibgeschützt. CGMiner ist kein aktuell gepflegter GPU- oder Altcoin-Miner.[1][2]
Entwicklung und Hardware
CGMiner entstand als Fork des CPU-Miners von Jeff Garzik und wurde in der GPU- und FPGA-Zeit verbreitet. Später entfernte der Upstream CPU- und GPU-Mining, weil beides für Bitcoin nicht mehr effizient war. Die letzte Dokumentation behandelt FPGA- und ASIC-Geräte, Stratum- und GBT-Pools, Überwachung und eine lokale Steuerungs-API.[3]
Versionsgeschichte
Die Upstream-Datei NEWS datiert Version 1.0 auf den 9. Mai 2011. Version 1.2.4 vom Juli 2011 dokumentiert die Übernahme der Pflege unter dem Namen CGMiner und eine große Neufassung mit GPU-Mining. Mit der Spezialisierung der Bitcoin-Mining-Hardware entfernte Version 3.0.0 im April 2013 das CPU-Mining; Version 3.8.0 entfernte im November 2013 GPU/OpenCL und Scrypt. Danach konzentrierte sich Upstream auf Bitcoin-ASICs und FPGAs. Version 4.11.1 vom August 2018 ist der letzte NEWS-Eintrag.[2]
Deshalb können Beschreibungen als CPU/GPU-Programm und als ASIC-Steuerung für unterschiedliche Versionen zutreffen. Hardwareunterstützung und Optionen müssen stets einer konkreten Version zugeordnet werden.
Pool- und Mining-Funktionen
Die letzte Upstream-Version konnte mehrere Pools über Stratum oder GetBlockTemplate ansprechen und über einen lokalen Bitcoin-Knoten solo minen. Unterstützt wurden Failover, Round-Robin, Rotation, Lastverteilung und quotenbasierte Pool-Strategien. CGMiner zeigte angenommene und abgelehnte Arbeit, Hardwarefehler, Poolstatus, Blockinformationen und Leistungsdaten einzelner Geräte an.[3]
Unterstützte Geräte konnten erkannt, aktiviert und deaktiviert werden. Wenn der jeweilige Treiber es erlaubte, meldete das Programm Temperaturen und steuerte Takt, Spannung oder Lüfter. Verfügbare Messwerte und sichere Bereiche hingen jedoch von Gerät und Firmware ab.
Hardwareunterstützung
Das letzte README nennt zahlreiche historische Treiber. Beispiele sind Avalon- und BitBurner-Boards, Antminer U1/U2/U3 und frühe S-Modelle, BitFury-basierte Miner, Geräte von Butterfly Labs, Hashfast und KnCMiner sowie mehrere USB- und serielle FPGA/ASIC-Controller. Ein Eintrag belegt nur, dass in der archivierten Version ein Upstream-Treiber existierte; spätere Modelle oder heutige Hersteller-Firmware sind damit nicht abgedeckt.[3]
Verwaltungs-API
CGMiner enthält eine textbasierte API zur Überwachung und, mit entsprechenden Rechten, zur Änderung des Miner-Zustands. Sie liefert Zusammenfassungen, Pool- und Gerätestatistiken sowie Konfigurationsdaten. Privilegierte Befehlsgruppen können Pools wechseln oder Geräte verändern. Standardmäßig ist die API für den lokalen Rechner gedacht; Netzwerkzugriff und adressbasierte Rechte müssen bewusst konfiguriert werden.[4]
Die Adressregeln bieten weder Verschlüsselung noch starke Benutzerauthentifizierung. Eine privilegierte Alt-API in einem nicht vertrauenswürdigen Netz kann Betriebsänderungen oder die Offenlegung von Mining-Daten ermöglichen. Fernzugriff sollte deshalb zusätzlich durch Host und Netzwerk isoliert werden.
Lizenz und Konfiguration
CGMiner steht unter der GNU General Public License Version 3. Einstellungen können über Kommandozeile oder eine JSON-Konfigurationsdatei geladen und interaktive Änderungen gespeichert werden. Beispiele in der archivierten Dokumentation erklären historisches Verhalten, können aber veraltete Pool-Adressen, Geräteeinstellungen oder Tuning-Annahmen enthalten.[3]
Upstream und Forks
Programme mit dem Namen CGMiner für GPU-Mining, Decred, CryptoNight oder andere Altcoins sind Forks oder eigenständige Pakete und keine Veröffentlichungen des archivierten Upstream-Projekts von Con Kolivas. Version, Maintainer, Hardwareunterstützung und Sicherheit müssen getrennt geprüft werden. Auch Hersteller-Firmware ist nicht automatisch ein offizielles CGMiner-Release.
Downloads und Sicherheit
Das archivierte Repository ist der maßgebliche Nachweis für Quellcode und Geschichte, aber kein aktiv betreuter Downloadkanal. Alte Binärlinks sind keine aktuelle Empfehlung. Unbekannte Programme, die als neue CGMiner-Version beworben werden, sollten nicht ausgeführt werden. Repository, Quellcode und Hardwareanbieter sind genau zu prüfen; die Steuerungs-API darf nicht für nicht vertrauenswürdige Netze geöffnet werden.[1]
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 ckolivas/cgminer, GitHub, retrieved 28 August 2026.
- ↑ 2,0 2,1 CGMiner NEWS, upstream repository, retrieved 28 August 2026.
- ↑ 3,0 3,1 3,2 3,3 CGMiner README, upstream repository, retrieved 28 August 2026.
- ↑ CGMiner API README, Upstream-Repository, abgerufen am 28. August 2026.