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Stablecoin

Aus BitcoinWiki
Ausbalancierte Steine neben einer Kryptowährungsmünze
Illustration des Ziels, einen stabilen Wert zu erhalten.

Stablecoins sind digitale Token, die einen möglichst stabilen Wert gegenüber einem Referenzwert, meist einer staatlichen Währung, halten sollen. Die Bezeichnung beschreibt ein Ziel, keine Garantie: Markt- und Rücknahmepreis können auseinanderfallen. Das Risiko hängt von Emittent, Reserven, Rechtsansprüchen und Stabilisierungsmechanismus ab.[1]

Stablecoins werden als Abwicklungs- und Handelswerte, als Sicherheiten in dezentralen Finanzanwendungen und für Zahlungen eingesetzt. Sie unterscheiden sich von digitalem Zentralbankgeld, das eine Verbindlichkeit einer Zentralbank ist.

Modelle

Bei fiatgedeckten Stablecoins hält ein zentraler Emittent Reserven und verspricht üblicherweise die Rücknahme zum Nennwert. Liquidität, Verwahrung und Transparenz der Reserven sowie der Rechtsanspruch des Inhabers bestimmen das Risiko. Kryptobesicherte Stablecoins sperren Kryptoassets in Smart Contracts und nutzen häufig Überbesicherung und automatische Liquidationen. Algorithmische und hybride Modelle steuern Angebot oder Nachfrage ohne vollständige Reserve; ein Vertrauensverlust kann einen selbstverstärkenden Zusammenbruch auslösen.

Nutzen und Risiken

Stablecoins ermöglichen fortlaufende On-Chain-Abwicklung und programmierbare Übertragungen. Sie können grenzüberschreitende Zahlungen vereinfachen, beseitigen aber weder Gebühren noch Netzwerk-, Gegenparteien- oder Compliance-Risiken.

Zu den Risiken gehören ein Ansturm auf den Emittenten, Wertverluste oder Illiquidität der Reserven, eingeschränkte Rücknahme, Cyber- und Betriebsstörungen, der Verlust von Bankpartnern, Fehler von Blockchains oder Bridges sowie ungeklärte Insolvenzfolgen. Ein in ruhigen Märkten stabiler Token kann unter Stress seine Bindung verlieren.

Regulierung

Die Regulierung unterscheidet sich nach Staat und Funktion. Der Financial Stability Board empfiehlt unter anderem klare Governance, Risikomanagement, Offenlegung, Sanierungsplanung und zeitnahe Rücknahme zum Nennwert.[2] Die EU-Verordnung MiCA unterscheidet vermögenswertreferenzierte Token und E-Geld-Token und stellt Anforderungen an Emittenten und Reserven.[3]

Hongkong und HKDAP

Hongkongs Stablecoins Ordinance führte am 1. August 2025 eine Lizenzpflicht für Emittenten fiatreferenzierter Stablecoins ein.[4] Im April 2026 erhielt Anchorpoint Financial eine Emittentenlizenz. Im August erklärte Standard Chartered Bank (Hong Kong), erster Bankvertrieb für den geplanten, an den Hongkong-Dollar gebundenen HKDAP zu werden.[5] Medien meldeten einen Start, Anchorpoints eigene Produktseite erklärte danach jedoch, HKDAP sei noch nicht offiziell gestartet.[6] Lizenz und Vertriebsvereinbarung belegen daher noch keine allgemeine Verfügbarkeit.

Siehe auch

Einzelnachweise